Nachhaltig Party feiern & transparent arbeiten

Wenn es ums Feiern geht, vergessen wir schonmal unseren ökologischen Fußabdruck. Nicht selten sind Partys ein Umschlagplatz für Plastikmüll, Wegwerfartikel und unnützes Zeug. Als Konsument möchte man aber vielleicht nicht in jeder Lebenssituation auf Maß und Sinnhaftigkeit achten. Es geht um Spass und ein besonderes Ereignis. Ich bin der Ansicht, dass nicht die Privatperson sich in jedem Bereich des Lebens tiefgehende Gedanken zur Umweltbilanz machen muss. Das aber sehe ich als Pflicht für die Unternehmen. 

Unternehmen haben Verantwortung für die Zukunft

Dienstleister meiner Branche verlieren sichtlich oft ihre Ökobilanz aus den Augen. Daher habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, das Feiern auf allen Ebenen nachhaltig zu gestalten und möchte dir die Möglichkeit geben, mir bei der Entstehung und stetigen Verbesserung meines Fußabdruckes über die Schulter zu sehen. Transparenz ist genauso wichtig, wie die Ehrlichkeit, dass ein Unternehmen Zeit braucht für diesen Weg und nicht in allen Bereichen perfekte Lösungen finden kann und muss. Aber der Wille zählt!

Daher findest du nun stetig wachsend bei meinen Angeboten eine (selbstdefinierte) Ökonilanz Zahl, deren Ermittlung ich am ende dieser Seite genau beschreibe.

Es gibt mehrere Aspekte, die meiner Ansicht nach unmittelbar mit Nachhaltigkeit zusammenhängen. Material und die eigenen Werte. Zu beidem findest du nachfolgend umfassende Aufschlüsselungen. 

Material und Nachhaltigkeit

Ich empfehle mit voller Überzeugung Anbieter, die meinen Kunden nachhaltige Produkte anbieten, z.B. durch weniger Plastik, weniger Verpackung oder auch Material, dass so neutral ist, dass es für mehrere Feste verwendet werden kann. Bist du ein solches Unternehmen, freue ich mich über deine Kontaktaufnahme.

Eine tolle und einfache Sache: Wiederverwendbarkeit senkt den Materialverbrauch. Daher empfehle ich für Kindergeburtstage sogenannte Verleihkisten wie z.B. vom Kinderparty-Shop.

Das Miteinander und Nachhaltigkeit

Auf Deko könnte man verzichten, aber auf wertvolles Miteinander nicht. Konsumkinder und Menschen ohne Wertempfinden, ohne Erfahrung und Naturbezug können sich nur schwer dem Klimawandel, den menschlichen Krisen und dem Artensterben stellen. Kreativität z.B. ist eine Gabe, die unsere Kinder nachhaltig für all die schweren Aufgaben der Zukunft wappnet. Eine Feier ermöglicht Aktivitäten und Erlebnisse abseits vom Alltag. Das ist die perfekte Chance, um unseren Kindern Mehrwert auf den Weg zu geben, der nicht anfassbar in Form von Gütern und Dekoration ist.

Als Kinderanimateurin habe ich es mir zur wichtigsten Aufgabe gemacht, diesen Mehrwert in all meine Partyprogramme zu integrieren, auch in bekannte Mottopartys wie Eiskönigin oder Ninja. Ich habe aber auch ganz neue Themen entwickelt, die noch mehr Fokus auf diesen Mehrwert setzen, z.B. Musikspiele mit Zausel, die Reise in die Phantasie oder Recycling mit der Olchidame oder Pippi. Meine Charaktere helfen den Kindern, einen greifbaren Zugang zu finden und ein Vorbild zu erleben. Denn all meine Figuren leben ihre Kreativität und respektvolle Lebensfreude mit ganzem Herzen.

Zeit für Nachhaltigkeit im Unterhaltungssektor

Wenn meine Kunden nun meine Dienstleistung in Anspruch nehmen, sehe ich mich als Dienstleisterin in der Pflicht, mich um Nachhaltigkeit zu bemühen, umweltschonendes und wiederverwendbares Material zu verwenden und kindgerechte Inhalte zu vermitteln und ich halte es für erstebenswert, wenn Unternehmen grundsätzlich transparent ihre Bestrebungen um Nachhaltigkeit offenlegen.

Damit möchte ich hier beginnen. Denn ich kann nichts fordern, das ich selbst nicht lebe. Ich befinde mich am Anfang dieses Weges. Manches ist finanziell einfach nicht umsetzbar, für Manches habe ich noch keine Lösung oder mir fehlt das Wissen über bestimmte Zusammenhänge, aber ich habe es stetig im Blick. Bezogen auf meinen Materialeinsatz findest du im Folgenden meine Möglichkeiten und Grenzen. Die Liste ist im ständigen Wandel und ich aktualisiere sie regelmäßig. Hast du Anregungen, kontaktiere mich gern. Hier ist auch ein Video von mir zu diesem großen Thema.

Klimaschutz - der KidsEffekt für unsere Zukunft

Bereiche meines ökologischen Fußabdrucks

Kinderschminken

Ich achte auf vegane Farben ohne Tierversuche. Aus Hygienegründen darf ich die Farben leider nicht selbst herstellen. Ich verwende Polyesterglitzer. Dieser ist nicht abbaubar und schadet der Umwelt. Mir war dieser Fakt bei der Erstanschaffung nicht bewusst, doch die Menge reicht bestimmt noch 10 Jahre. Sogenannter Bio Glitzer ist zum einen unsagbar teuer und wird zum Anderen aus Bambus hergestellt. Ist es nun besser, diesen zu verwenden? Ich kann nirgendwo erkennen, unter welchen Voraussetzungen er gefertigt wird. Und ich müsste den Polyesterglitzer entsorgen. Doch wenn der Glitzerblister auf einem Recyclinhof aufbricht, wird trotzdem alles in die Umwelt verteilt. Verbrennen? Fühlt sich nach Ressourcenverschwendung an. Vorerst löse ich dieses Problem, indem ich den Glitzer sehr sparsam verwende und behutsam acht gebe, ihn nicht unkontrolliert zu verteilen. Aktuell kommt aus finanziellen Gründen Bio Glitzer nicht in Frage. Ich bin jedoch für Tipps offen.

Geschenke

Ich halte absolut nichts von Plastikmüll-Mitbringseln. Zu Beginn habe ich mehrere große Anschaffungen dieser Art getätigt, so dass ich auch jetzt noch gelegentlich auf gekaufte Geschenke zurückgreife, die ich im Lager habe. Ich hatte das Gefühl, dies würde erwartet, und musste erkennen, es bedarf Mut, diese Erwartung nicht zu erfüllen. Ein selbstgebasteltes Geschenk, in dem Zeit und Herz steckt, hat viel mehr Wert als ein Ding, dass jeder kaufen kann und zu dem meine Figur keinen Bezug hat. Daher tausche ich diese Kaufartikel immer weiter aus gegen Geschenke aus eigener Fertigung, oder ersetze sie durch (individualisierte) Geschenke aus Holz und Ton.

Der unternehmerische Nachteil ist klar. Ich brauche viel Zeit dafür, und diese wird natürlich nicht bezahlt, denn nur weil für 10 Geburtstagskinder zu basteln gern drei Stunden dauert, ist der Warenwert nicht immer hoch und kaum ein Kunde gibt gern mehr als 2,5o € für ein kleines Gastgeschenk aus. Den Stundenlohn bezahlt demnach niemand dafür. Aber deshalb unpersönliche Geschenke auf Masse in China kaufen um am Ende noch irgendwie Gewinn mit diesen paar Cent zu machen? Ich habe mich dagegen entschieden. Aktuell stöbere ich aber bereits neugierig durch tolle Shops mit nachgewiesen ökologischeren Produkten.

Kostüme (für mich)

Ich bin klein, daher bin ich auf maßgefertigte Kostüme angewiesen. Durch meine Vielfalt an Charakteren ist es nicht zu vermeiden, dass ich viele Kostüme benötige. Es sei denn, ich reduziere mein Angebot. Und das möchte ich (noch) nicht, da ich überzeugt bin, mit meiner Arbeitsweise viel Gutes zu tun.

Das Problem: Kostüme ohne Plastik sind kaum zu bekommen. Zudem kann ich mir als Kleinunternehmerin nur selten maßgefertigte Kostüme aus Europa leisten, die sich in Material oder Qualität von Kostümen aus China etc. unterscheiden würden, außer, dass sie vier mal so teuer wären. Zudem habe ich bisher fast ausschließlich negative Erfahrungen mit der Unterstützung in Deutschland gemacht, sowohl qualitativ als auch optisch. Ich habe immernoch niemanden in Deutschland gefunden, bei dem ich gute und bezahlbare Kostüme bekomme. Daher bestehen sie entweder aus kombinierten Kleidungsstücken, so dass sie bei mehreren Charakteren zum Einsatz kommen können, und/oder sie kommen, bis auf einige Ausnahmen, aus China, denn bisher habe ich nur dort wirklich gute Maßanfertigungen bekommen. Ich nehme gern deinen Tipp entgegen, um das zu ändern. Ich kann vieles, doch nähen leider nicht. Meinen Bedarf nach Unterstützung tu ich regelmäßig im Social Media kund, bisher ohne Erfolg.

Nun zum Problem der Perücken. Ja ich bin abhängig von ihnen, denn sie machen einen wesentlichen Teil der Verwandlung aus. Ich habe die Wahl von Plastikhaaren, die Pflege wie Silikonspray benötigen. Dieses ist absolut umweltschädlich und ich muss es outdoor verwenden, da es im Haus zu gefährlichen Ablagerrungen führt (Rutschgefahr uvm). Oder ich wähle Menschenhaar, ohne nachhalten zu können, ob bei der Herstellung Menschen ausgebeutet werden. Immerhin bin ich weg vom Tape und suche immernoch nachdringlich nach einem festen Anbieter, dem ich vertraue und bei dem ich von menschenwürdiger Produktion ausgehen kann. Noch ohne Erfolg. Zur Zeit kaufe ich sie hier und da online. Da sie leider selten die Qualität aufweisen, die angepriesen wird, entstehen viele Retouren, bevor ich eine Perücke behalte. Das ist nicht gut und ich arbeite daran.

Spielmaterial

Meine Materialien sind vielseitig anwendbar, haltbar und werden teilweise in mehreren Bereichen genutzt. Müll entsteht kaum noch. Ich kann fast alle Materialien am Ende der Party wieder einpacken und weiter verwenden. Dennoch ist der Plastikanteil hoch. Bei Verschleiß investiere ich, wenn möglich, in Material aus Deutschland, mit wenig Plastik, ohne Tierversuche und ohne Chemie. Doch auch ich kann manchmal nicht nein sagen, wenn ich eine Ninjahöhle mit Gummischlangen füllen will oder Elsa eine echte Schneeballschlacht machen will. Der Schnee ist abbaubar, und dennoch Chemie pur. Meine Modellierballons sind ebenfalls aus abbaubarem Latex, allerdings haben sie eine sehr lange Zersetzungsdauer, so dass ich sie nicht ohne Kundenwunsch "pauschal" einsetze und im Anschluss versuche, meinen Müll wieder einzusammeln, wenn die kostbare Zeit, die keine bezahlen mag, es erlaubt.

Verbrauchsmaterial

Bei jeder Neuanschaffung bemühe ich mich, die Produkte auf ihre Umweltbilanz zu prüfen. Dennoch bin ich noch im Prozess, vertrauenswürdige Shops oder lokale Läden zu finden und warte händeringend auf einen Unverpacktladen in meiner Nähe. Ansonsten muss ich erstmal gestehen, dass mein Verbrauchsmaterial noch nicht vorbildlich, aber auf ein Minimum reduziert ist.

Strom

Ich nutze Grünen Strom für alle Tätigkeiten und spare auf eine eigene Solaranlage.

Fahrzeug

Da ich für KidsEffekt ein Auto brauchte und wenig Geld hatte, ist es ein Benziner geworden. Eine Anschaffung eines E-Fahrzeuges macht aktuell keinen Sinn, da mein jetziges Auto sonst von jemand anderem gefahren würde. Das wäre einfach nur doppelt gemoppelt. Daher investiere ich erst in ein E-Auto, wenn meine Möhre den Geist aufgegeben hat. Diese Möhre ist die kleinste, die ich kriegen konnte. Daher benötige ich für Hochzeiten ein anderes Fahrzeug, das ich mir nur für diesen Bedarf inerhalb des Freundeskreises leihe und mit einem eigenen Anhänger erweitern kann.

Für jeden gefahrenen Kilometer nehme ich von meinen Kunden gleich viel Geld, da jeder Kilometer gleich umweltbelastend ist. Ich biete keine Staffelpreise mehr an. Das Geld spare und investiere ich zu gegebener Zeit in ein Elektofahrzeug.

Verpackung

Ich sammle alles, was an stabilen Tüten, Beuteln und Taschen im Alltag anfällt, um so alle meine Materialien in wiederverwendeten Verpackungen zu lagern und zu transportieren. Auch Postsendungen an meine Kunden können aus wiederverwendeten Umverpackungen bestehen.

Lagerung

Ein gut sotiertes Lager ermöglicht mir, doppelte Materialkäufe zu vermindern. Das ist jedoch, wieder, mit erhöhtem Zeitaufwand verbunden. Wer fertig gepackte Themenkisten für jedes Event hat, der hat weniger Aufwand. Ich packe jedesmal das Material nach dem Bedarf um, was mich einiges an (nicht wirklich bezahlter) Zusatzarbeit kostet. Aber ich mache es aus Überzeugung, um meine Vielfalt dennoch guten Gewissens erhalten zu können.

Ich habe in stabile Euroboxen (aus recycletem Kunststoff) investiert, so dass ich alles darin lagern und transportieren kann. Sie werden mein Unternehmen überdauern. Das Lager wird nicht klimatisiert und ich brauche dort außer Licht keinerlei Strom. Klimaempfindliches Material lagere ich im Haus.

Angebotspalette

Pauschalangebote haben den Nachteil, dass Material genutzt wird, dass vielleicht beim Kunden gar nicht gewünscht gewesen wäre. ich richte mich daher individuell ein. Ballonmodellage z.B. gehört bis auf wenige Ausnahmen nicht zum Standardprogramm, genauso wie Bastelangebote oder Glitzertattoos. Ich biete es den Kunden zur Wahl an.

Mitarbeiter

Je größer ein Unternehmen, desto schwerer stelle ich mir all diese Aufgaben vor, um klimaneutral und umweltschonend zu arbeiten. Ich für meinen Teil bin und bleibe allein, mit gelegentlicher Assistenz durch meine Tochter. Das spart automatisch Fahrtwege, Zeit und Überzeugungsarbeit. Außerdem gebe ich damit meinem Kind bleibende und wichtige Erfahrungen mit auf den Weg. Daher (und nicht nur deshalb) bin ich überzeugt vom Vorteil kleiner, dezentraler Familienbetriebe.

 

 

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